2023
Allgäuer Zeitung berichtet über Kemptener Stolpersteine
und erinnert so an die Opfer des Faschismus
Auch in Kempten gab es zahlreiche Menschen, die dem Faschismus zum Opfer gefallen sind. An ihr Leben, ihr Wirken, ihre Geschichten und ihre Ermordung erinnern die zahlreichen, in Kempten und Umgebung verlegten Stolpersteine. Die Allgäuer Zeitung berichtet in einer Artikelserie über diese Menschen und ihr Schicksale. So werden die Erinnerungen wach gehalten und sollen den Menschen der Gegenwart als wichtige Warnung dienen, dem Faschismus überall und jederzeit entschlossen entgegen zu treten.
Die Artikel sind bei dem jeweiligen Stolperstein unter dem Button "Weiterlesen" zu finden.
Mitglieder-versammlung bestätigt Vorstände im Amt
In der offenen Mitgliederversammlung am 24.11.2023 berichtete der Vorsitzende Martin Huss über ein erfolgreiches Jahr für die Initiative STOLPERSTEINE für Kempten und Umgebung e.V. So konnten einige neue und jüngere Mitglieder gewonnen werden. Ferner hat sich die Initiative an einigen Gedenkveranstaltungen in Kempten beteiligt und ist so noch mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt.
Auch die Berichterstattung in der regionalen Presse konnte weiter ausgebaut werden.
Peter Winzheimer gab den Kassenbericht ab und bestätigte dem Verein ein verantwortungsvolles Wirtschaften mit den Mit-gliedsbeiträgen. Das ist umso wichtiger, da in 2024 wieder einige neue Stolper-steine verlegt werden sollen, die es zu finanzieren gilt. Weiterhin wurde der Initiative erneut die Gemeinnützigkeit anerkannt.
Nach den Berichten wurden die Vorstände durch die Mitgliederversammlung entlastet. Bei den anschließenden Wahlen wurden alle Vorstands-mitglieder im Amt bestätigt:
1. Vorsitzender: Martin Huss.
2. Vorsitzender: Dr. Dieter Weber.
Schatzmeister: Peter Winzheimer
Schriftführerin: Dr. Tatjana Weber
Beisitzer: Kurt Wirth
Beisitzerin und zuständig für die Homepage: Christiane Jansen
Die Versammlung beschließt den Jahresbeitrag für Mitglieder auf 50 € zu erhöhen und die Mitglieder um die Einrichtung eines entsprechenden Dauerauf-trags zu bitten.
Nach den Wahlen berichtete der 2. Vorsitzende Dr. Dieter Weber über den aktuellen Forschungsstand zu ermordeten Zwangsarbeitern in Kempten. Durch die zunehmende Digitalisierung der Archive stehen immer mehr Dokumente für die Forschungsarbeit zur Verfügung. Mit den nun vorliegenden Informationen können in 2024 zum Geden-ken an Zwangsarbeiter 14 Stolpersteine an der Gedenk-stätte im Kemptener Hofgarten verlegt werden.
Einladung zur offenen Mitgliederversammlung
Zum 24.11.2023 um 18 Uhr lädt der Vorsitzende der Initiative STOLPERSTEINE für Kempten und Umgebung e.V. (Martin Huss) zur diesjährigen
offenen Mitgliederversammlung
ein.
Sie findet im Gemeindehaus der Markusgemeinde Kempten, Bussardweg 1 statt.
Neben den üblichen Regularien wird Dr. Dieter Weber über seine Forschungserkenntnisse zum Schicksal von 12 Zwangsarbeitern berichten, die in Kempten und Umgebung lebten und vom Nazi-Regime umgebracht wurden. Wir werden für sie im Hofgarten am Platz des Gedenkens in nächster Zeit STOLPERSTEINE verlegen.
all-in.de vom 09.11.2023
Allgäuer Zeitung vom 09.11.2023
Gedenkveranstaltung 2023 zur Reichspogromnacht
Auch in diesem Jahr beteiligte sich die Initiative STOLPERSTEINE für Kempten und Umgebung e.V. an der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht. Sie wurde in diesem Jahr gestaltet von der Gewerkschaft Ver.di und fand auf dem St.Mang-Platz in Kempten statt. Der Ver.di Vertreter Manuel Büttner erinnerte daran, wie der Holocaust von Mittätern, Mitläufern und einer großen schweigenden Mehrheit möglich gemacht wurde. Oberbürgermeister Thomas Kiechle nannte die Reichpogromnacht eine der schlimmsten Momente der deutschen Geschichte und warnte vor Ausgrenzung von Menschen wegen ihres Glaubens oder Leistungsfähigkeit. Im Anschluss an den offiziellen Teil wurden unter der Leitung der Initiative STOLPERSTEINE für Kempten und Umgebung mehrere Stolpersteine aufgesucht und an ermordete Opfer des Faschismus gedacht.
Kreisbote vom 15.11.2023
Vortrag über Stolpersteine in der Realschule Kempten
"Die Städtische"
Die beiden Schülersprecher Nicolas Hefele (10b) und Finley Geble (10b) regten einen Vortrag mit dem 1. Vorsitzenden der Initiative STOLPERSTEINE für Kempten und Umgebung e.V. an, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe mit dem Schicksal der Menschen befassten, die in Kempten vom faschistischen Regime verfolgt und ermordet wurden.
Französischer Filmemacher Daniel Kupferstein trifft die Initiative STOLPERSTEINE
Der französische Filmemacher, Regisseur und Réalisateur Daniel Kupferstein arbeitet derzeit an einem Dokumentarfilm unter dem Arbeitstitel: "Deutsche in der Résistance". In dem Zusammenhang besuchte er den Stolperstein von Willy Wirthgen und das Denkmal an die Deportation der Kemptener Juden 1942, Mahnmal an die Opfer der NS-Herrschaft und die beiden Stolpersteinen für die polnischen Zwangsarbeiter Boleslaw Baran und Josef Chalupka im Kemptener Hofgarten. Auch die ehemalige Sheddachhalle der früheren Spinnerei und Weberei Kempten, wo KZ-Häftlinge des Kemptener Aussenlagers von Dachau am gleichen Ort sowohl arbeiten, essen und schlafen mußten, war Teil der Dreharbeiten. Kurt Wirth (Vorstandsmitglied der Initiative STOLPERSTEINE für Kempten und um Umgebung e.V.) begleitete den Filmemacher und seine Übersetzer:in (Frau Weikl und Mitglied der Stolpersteine Klaus Spiekermann).
Neue Forschungsergebnisse nun auch auf den Stolpersteinen erkennbar
Die Nachforschungen zu den Opfern des Faschismus bringen immer wieder neue Erkenntnisse zu Tage. Damit wird es auch immer wieder erforderlich, Stolpersteine zu erneuern und mit neuen Daten zu versehen. Am 03.05.2023 wurden die Stolpersteine für Sigmund Ullmann (Immenstädter Str. 20) und Willy Wirthgen (Hohe Gasse 19) neu verlegt.
Fotos: Manfred Sattler, Tiefbau Kempten, Dobler GmbH & Co. KG Bauunternehmung
Rundgang
zum
Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2023
Auch in diesem Jahr führte die Initiative STOLPERSTEINE für Kempten und Umgebung einen Rundgang durch die Stadt durch, um im Alten Bahnhof, der Allgäuhalle und verschiedenen Stolpersteinen an die Deportation und Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern.