2024
Mitgliederversammlung
trifft auf großes Interesse
01.12.2024
Initiative STOLPERSTEINE ist an vielen Aktivitäten in Kempten beteiligt.
Auf der jährlichen, für Interessierte offenen, Mitgliederversammlung der Initiative Stolpersteine konnte der Vorsitzende Martin Huss auf zahlreiche Aktivitäten in Kempten und Umgebung verweisen. Nicht nur die Beteiligung an der Gedenkveranstalung zur Reichpogromnacht und dem Auschwitzgedenktag wurden aktiv begleitet, auch Putzaktionen der Stolpersteine und insbesondere die weitere Suche und Recherche zu Kemptenern Opfern des Faschismus gehört zu den ständigen Aufgaben. In welchem Ausmaß noch unerforschte Schicksale zu klären sind, konnte Dr. Dieter Weber in seinem Vortrag zum polnischen Zwangsarbeiter Heinrich Sar deutlich machen. Peter Winzheimer gab den Kassenbericht der Initative und die Mitglieder beschlossen die Festsetzung eines Jahresbeitrags von mindestens 30€.
Gedenken am 09.11.2024 an die Reichspogromnacht
12.11.2024
Gemeinsam Haltung zeigen!
In diesem Jahr organisierte der Stadtjugendring Kempten die Gedenkveranstaltung anlässlich der Reichspogromnacht. Neben der Vertretung des Stadtjugendrings, war die Stadt Kempten mit der 3. Bürgermeisterin Erna-Kathrein Groll und die Initiative STOLPERSTEINE mit dem Vorsitzender Martin Huss vertreten. Nach einer Bilderprojektion auf das Gebäude der Commerzbank (früher ein jüdischer Gebetssaal) und einer gemeinsamen Licht-Handy-Aktion wurde ein Kranz zum Gedenken am Gebetssaal abgelegt.
Vortrag über das Leben und die Ermordung des Zwangsarbeiters Heinrich Sar
09.10.2024
Dr. Dieter Weber (Historiker und stellvertretende Vorsitzende der Initiative STOLPERSTEINE für Kempten und Umgebung) hielt am 29.09.2024 im Sonthofer Alpenstadtmuseum am Beispiel des Zwangsarbeiters Heinrich Sar einen Vortrag fand im Zuge der Reihe „Sonthofen entdeckt Geschichte“ über „Zwangsarbeiterschicksale im Allgäu“. Der Bericht traf auf großes Interesse, wie sich auch an der Berichterstattung erkennen lässt.
Gedenken am 08. Mai an das Kriegsende vor 79 Jahren
"Als die Waffen schwiegen -
Tag der Befreiung"
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, der zweiter Bürgermeister Klaus Knoll, sowie Vertretungen des VVN-BdA, der KAB und der Initiative STOLPERSTEINE für Kempten und Umgebung fanden sich am 08.Mai an der Kemptener Allgäuhalle zusammen, um dem Kriegsende vor 79 Jahren zu gedenken.
Der Gedenkort war bewusst gewählt, denn die ehemalige Tierzuchthalle diente als Außenlager des Konzentrationslagers Dachau, in dem von 1943 bis 1945 bis zu 850 Häftlinge Zwangsarbeit verrichten mussten.
Aktive Beteiligung der Initiative STOLPERSTEINE
Unter den zahlreichen Beteiligten der Kundgebung befanden sich auch Vorstandsmitglieder der Kemptener STOLPERSTEINE.
Wir sind mehr!
Ein breites gesellschaftliches Bündnis hatte für den 03.02.2024 aufgerufen, in Kempten ein deutliches Zeichen gegen neuen und alten Faschismus zu setzen.
Über 6.300 Bürgerinnen und Bürger sind dem Aufruf gefolgt
Nach den Schätzungen der Veranstalter, haben sich fast 8.000 Menschen dem Aufruf für Demokratie und gegen Faschismus und Rassismus angeschlossen. Eine überwältigende Beteiligung, die Mut macht, sich auch über die Demonstration hinaus für Mitmenschlichkeit und Menschenrechte einzusetzen.
Nationaler Gedenktag
an die Opfer
des Nationalsozialismus
am 27. Januar 2024
Wie in jedem Jahr hatte die Initiative STOLPERSTEINE für Kempten und Umgebung zur Gedenkfeier an die Opfer des Faschismus eingeladen. In diesem Jahr fand die Gedenkveranstaltung beim ehemaligen KZ-Außenlager Kottern-Weidach statt. Über 110 Gäste sind der Einladung gefolgt.
Martin Huss, Vorsitzender der Initiative STOLPERSTEINE, erinnert an die Opfer des NS-Terrors.
"Es geschah aber auch hier in den Straßen, als Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene in Sträflingskleidung und Holzschuhen durch die Straßen Kemptens mit Hunden zur Arbeit getrieben wurden."
Über 700 Zwangsarbeiter waren im KZ-Außenlager Kottern-Weidach untergebracht und mussten Rüstungsgüter herstellen.
Auch Durachs Bürgermeister Gerhard Hock, Altbürgermeister Herbert Seger, Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle sowie Stadt- und Gemeinderäte nahmen an der Gedenkveranstaltung teil.