Leon Pietrowski

(1941- 1941)

28.2.1914 geboren in Kranów  (Dorf bei Kielce, nordöstl. Krakau).

Beruf/Tätigkeit: „Zivilarbeiter“ (auch „Landhelfer“ genannt)

Februar 1941:  Tätigkeit als "Zivilarbeiter/ Landarbeiter" in der Gräbelesmühle bei Bauer Adolf Scheffler in der Gem. Lauben (Lt. Akte: „Bauer Scheffler in Grabilesch Mühle Kr. Kempten“). 1912 errichtete J. Schäffler eines der ersten Elektrizitätswerke der Region neben der dortigen Getreidemühle und dem einst wasserbetriebenen Sägewerk.

03.02.1941–13.05.1941: Verhaftet durch die Gestapo Kempten, „Einzelhaft […]“ wegen „Verlassens des Arbeitsplatzes“. (Anm.: Einzelhaft bedeutete im KZ Buchenwald Foltertorturen im „Bunker“, dem KZ-Arrestzellenbau, direkt neben dem Lagertor. Zur Zeit der Einzelhaft Pietrowskis war dort als „Bunker-Führer“ in Aktion der berüchtigte sadistische Schläger, Folterer und Mörder SS-Scharführer Martin Sommer (* 8.2.1915 Schkölen; † 7.6.1988 Schwarzenbruck, Lkr. Nürnberger Land). Über ihn gibt es zahlreiche Zeugen- und Erinnerungsberichte von KZ-Überlebenden. Er wurde wegen seiner Brutalität selbst bei der SS gefürchtet und auch einem SS-Verfahren wegen Unterschlagung u. a. Delikte unterzogen). 

13.05.1942–15.88.1941: Haft im KZ Buchenwald als Häftling Nr. 1860 im „Bunker“ und „Revier“ (Krankenblock) 

15.08.1941: Ermordung im KZ Buchenwald an "Haftfolgen" (Häftling Nr. 1860  starb in Einzelhaft: angeblich an „Ruhr“- SS-Euphemismus für Mord !)

Es gibt  keine Bestattungsstätte, da Leon Pietrowski nach der Ermordung im KZ-Krematorium eingeäschert wurde. 

„Recherchen und historisch-wissenschaftliche Darstellung: Dr. Dieter Weber, Maria Rain“

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